Gestern, am 31. Oktober, fand in der Lutherkirche in Bad Harzburg eine Podiumsdiskussion zum Thema Rechtsextremismus statt.
An der Diskussion nahmen teil:
- Landesbischöfin Dr. Christina-Maria Bammel
- David Begerich (Experte für Rechtsextremismus)
- Propst Jens Höfel
Wie begegnen wir dem zunehmenden Rechtsradikalismus? Wie können wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt bewahren und Menschen für Demokratie und Vielfalt gewinnen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer spannenden Diskussion.
Dabei wurde deutlich: Demokratie lebt vom offenen Gespräch, von gegenseitigem Respekt und von der Bereitschaft, auch mit Menschen im Austausch zu bleiben, die andere Meinungen vertreten. Gleichzeitig braucht es klare Grenzen gegenüber menschenfeindlichen und rechtsextremen Positionen.
Besonders angesprochen hat mich die Aussage von Herrn Begerich zum Umgang mit Menschen, die sich von der AfD angezogen fühlen: Es ist wichtig, ihnen zuzuhören, ihre Sorgen und Erfahrungen ernst zu nehmen und ihnen das Gefühl zu geben, gesehen und gehört zu werden. Das bedeutet aber nicht, dass man die eigene Meinung zurückhalten muss. Man darf und sollte durchaus sagen, wenn man bestimmte Dinge anders sieht.
Entscheidend ist, miteinander im Gespräch zu bleiben und einander mit Respekt zu begegnen. Denn gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht dort, wo Menschen aufeinander zugehen, sich engagieren und gemeinsam etwas bewegen. Auch Kirchen und zivilgesellschaftliche Initiativen tragen dabei eine besondere Verantwortung: Türen öffnen, Menschen zusammenbringen, Haltung zeigen und Hoffnung vermitteln. Eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft ist keine Selbstverständlichkeit. Wir alle sind gefragt, sie zu bewahren und aktiv mitzugestalten.
