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Vertrauen in Demokratie stärken
Kirchen betonen vor Wahlen gemeinsam die Würde aller Menschen
Braunschweig/Hildesheim. Landesbischöfin Dr. Christina-Maria Bammel und Weihbischof Dr. Martin Marahrens haben angesichts der bevorstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen den hohen Wert eines freiheitlich-demokratischen Rechtsstaates unterstrichen. Eine echte Wahl zu haben, sei ein errungenes Freiheitsrecht.
Die Demokratie stelle nicht eine bestimmte völkische oder nationale Zugehörigkeit ins Zentrum, sondern die Würde jedes Menschen. Anders sei das Menschsein im christlichen Glauben nicht zu verstehen, betonten Bammel und Marahrens nach einer Konsultation der hauptamtlichen Leitungen der evangelischen Landeskirche Braunschweig und des katholischen Bistums Hildesheim am Freitag, 28. August, im Theologischen Zentrum Braunschweig.
Die leitenden Geistlichen zeigten sich besorgt über die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem und verfassungsfeindlich eingestuften Kräfte. „Die für alle anstrengenden gesellschaftlichen Aufgaben werden nicht durch Abschottung oder rassistische Ausgrenzung gelöst.“ Vielfach würden demokratische Prinzipien missachtet und demokratische Politikerinnen und Politiker verächtlich gemacht: „Eine Rhetorik der Verächtlichmachung oder Einschüchterung ist mit christlichen Werten nicht vereinbar“, so Landesbischöfin Bammel und Weihbischof Marahrens.
Bammel und Marahrens werben dafür, eine bewusste Entscheidung zu treffen für alle, die klar und unzweifelhaft auf dem Boden der Demokratie stehen. „Tausende von gesellschaftlich und kirchlich engagierten Menschen setzen sich täglich ein für ein menschenfreundliches Zusammenleben. Das darf nicht verloren gehen.“